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Sulawesi - einer der exotischten Orte auf der Welt
In Tanatoraja wachen die Toten über die Lebenden
Ideale Tauchreviere mit klarem Wasser und Unterwassergärten
Sulawesi, das frühere Celebes, ist eine indonesische Insel und zwischen Borneo und Neuguinea mit einer Fläche von 189.216 km². Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und daher stark gegliedert und von sehr unregelmäßiger Gestalt. Ihre Form erinnert an eine Orchidee, Krake oder an einen Stern. Die lange Küste ist von zahlreichen Korallenbänken umgeben. Recht steil ragen die Klippen empor. Mit seinem recht trockenen Landesinneren gleicht es kaum den anderen mit Regenwäldern bedeckten Inseln des riesigen indonesischen Archipels. Palmenhäine säumen aber die schmalen Strände an den zahlreichen Ausbuchtungen der Insel, und von den Küstenregionen bis zu den zentral gelegenen Bergen werden Papayas und Bananen angebaut. Auffällig sind die üppigen Reisfelder, die terrassenförmig an den Hügeln angelegt sind. Mit der Ausnahme einiger schmaler Ebenen in Küstennähe besteht die Insel Sulawesi in Indonesien aus bis zu 3500 m hohen Gebirgszügen, die noch immer zum großen Teil von tropischem Dschungel bedeckt sind. Sulawesi bietet dem Besucher faszinierende Landschaften: Von rauchenden Vulkanen im Norden über spektakuläre Gebirge und Seen im Innern bis zu wunderschönen Stränden, denn das Meer ist selten mehr als 40 km weit weg. Auch die Tier und Pflanzenwelt ist einmalig.
Von der Celebessee im Norden führt die Straße von Makassar im Westen von Sulawesi in die Javasee. Sie wird im nördlichen Teil vom Äquator geschnitten, was für das zentrale Bergland starke Niederschläge das ganze Jahr über bedeutet. Die Folge ist eine üppige Vegetation mit dichtem Regen- und Hochnebelwald, in dem noch heute vereinzelte Stämme auf der Stufe der Steinzeitkultur leben und an geheimen Stammeszeremonien festhalten.
Die Einwohner konzentrieren sich im Südwesten um Ujung Padang und im Norden um Manado, Gorontalo, Poso, Palu und Luwuk. Die Bevölkerung ist ethnographisch stark gegliedert. Bekannt sind die Makassaren und Bugis (fast fanatische Islamisten, "Seezigeuner") von der Südwesthalbinsel, die Toraja ("Menschen der Berge", Animismus)) im zentralen Hochland, deren Bestattungsbräuche touristisches Interesse gefunden haben, sowie, die Minahasa um Manado, die anders als sonst im muslimischen Indonesien Christen sind und daher eine kulturelle Brücke zu den Philippinen bilden. Muslime stellen mit 80 % die Mehrheit, 18 % sind Christen. Daneben es wie überall in Indonesien auch in Sulawesi Minderheiten von Hindus, Buddhisten und Animisten.
Die drei Kulturen der Toraja, Bugis und Makassar teilen sich Südsulawesi, das als einer der schönsten Orte der Welt gilt. Die längs verlaufende Bergkette teilt die Halbinsel in zwei Hälften. Durch den Einfluss der beiden Monune bedingt, fallen die schwersten regenfälle in den Monaten Dezember udn Januar. Die beste Reisezeit für die Touristen sidn die Monate Juni bis August. Die Wirtschaft basiert hier auf dem Ackerbau. Sulawesis exotischste Gegend ist das malerische Hochland Tanatoraja. Die Hauptindustrie im Südosten der Insel ist der Bergbau (Nickel, Silber), aber eine feste Lebnsgrundlage bildet auch hier die landwirtschaftliche Nutzung. Die wilde, 777 km lange und 103 km breite Halbinsel Nordsulawesis wird von sechs erloschenen Vulkanen sowie von ausgedehnten Gewürznelken- und Kokosplantagen beherrscht.
Makassar, das heutige Ujung Pandang, ist die Provinzhaupstadt von Süd-Sulawesi und zählt etwa eine Million Einwohner. Die Stadt blickt auf eine bewegt Geschichte zurück und war früher eine berühmte Handelsstadt mit einem weltberühmten Hafen. Auch heute noch ist die Stadt Ujung Pandang Zentrum des Meereshandels. Weiterhin ist der Bau der flachrumpfigen segelbestückten Schoner mit Hartholz eine Hauptindustrie geblieben. Hauptatrraktion der Stadt ist das direkt am Meer und gut erhaltene Fort Rotterdam aus holländischer Zeit in der Form einer Schildkröte. Einst eine makassaresische Festung wurde es in holländischer Zeit gründlich umgebaut und diente als militärisches und administratives Zentrum für Süd-Sulawesi. In zwei Gebäudeteilen ist das Makassar Museum untergebracht. Hier werden archäologische und kulturelle Objekte aus der bewegten Geschichte Makassars ausgestellt. Der Hafen Paotere liegt am Nordrand von Makassar und wird noch immer von traditionellen Lastenseglern aufgesucht. Ein Besuch dieses Hafens ist ein aufregendes Erlebnis. Hier findet man immer interessante Fotomotive. Der Gast genießt hier auch allabendlich die spektakulären Sonnenuntergänge. Auf der Fahrt nach Norden stößt der Gast in der Stadt Pare Pare auf ein altes, besonders attraktives Bugis-Haus . Wie alle anderen Bugis-Häuser, ob alt oder modwern, steht es auf Pfählen etwa zwei Meter über dem Boden. Es hat einen Frontbalkon mit Holztreppe, über die das Haus betreten wird. Die Dachgiebel sind mit Schnörkeln reich verziert. An der Anzahl der Abstufungen eines Giebels dokumentiert sich der soziale Rang des Besitzers.
Sulawesis exotischste Gegend ist Tanatoraja. Auf der Fahrt ins zentrale Hochland fallen dem Gast bereits an den Hauptstraßen der Ortschaftenm die auf Pfählen stehenden Geschäftshäuser auf. Doch Ziel sind die typischen Dörfer der Toraja. Die Toten werden hier in Höhlen udn Kalksteinnischen über den Dörfern bestattet. Viele Verstorbene werden auch aufrecht in Baumstammsarkophagen verwahrt. Andere Tote legt das Volk der Torajy neben Holzfiguren, die den Verstrobenen ähneln sollen. Besonders eindrucksvoll ist der Besuch der Dörfer Lemo und Londa. Die bereits gestorbenen Generation sitzen hoch auf Balkonen, wachen über die Lebenden und über die üppigen Reisfelder. Geheimnsivoll starren von den seltsamen und ehrfurchtgebietenden Orten die lebensgroßen Holzfiguren von den waldbedeckten Kliffen herab. Ungewohnt für den Gast sind die vonTänzen und Essgelagen begleiteten Toten-Feierlichkeiten. Gäste sind jederzeit willkommen, und auch gegen Fotos gibt es kaum Einwände. Dem Besucher wird bald auffallen, dass bei den Torajas Frauen und Männer die gleichen Rechte verbunden mit der gleichen Verantwortung haben. Aber auch die andersartigen, prachtvollen Toraja-Häuser werden den Gast beeindrucken. Ein traditionelles Toraja-Dorf besteht aus zwei parallel verlaufenden Häuserreihen in Ost-West-Richtung. Die Wohnhäuser sind nach Norden ausgerichten und stehen somit den Göttern gegenüber. Ihnen gegenüber stehen die zum Teil gewaltigen Reisspeicher. Jedes der großen sattelförmigenHäuser fällt durch die übereinandergelegten Bambusschichten und die in der Form eines Büffelhorns gefertigte, hochgezogene Dachspitze auf. Die Anzahl der Büffelhörner, Überbleibsel der Begräbnisfeierlichkeiten, dokumentiert wiederum den Status des Hauses und der Familie. Rantepao ist der Hauptort im Torajy-Land. Von hier aus kann der gast Ausflüge zu den farbenfrohen udn höchst interessanten Dörfer unternehmen.
Wenige Touristen suchen das rauhe und wenig bevölkerte Zentrum oder den Südosten der drittgrößten Insel im indoneischen Archipel auf. Im Rahmen des Transmigrasi-Programms der Regierung wurden viele Balisesen aus den überfüllten Regionen in diese unterentwickelten Gebiete umgesiedelt, doch der karge Boden verurteilte viele Einzelschicksale zum Scheitern. Abgesehen von der Hauptstadt Palu besteht Zentralsulawesi hauptsächlich aus Dschungel. Nur sportlich gut trainierte und belastbare Touristen wagen sich in dieses Gebiet. Die meisten Gäste nutzen die zahllose Möglichkeit, an Bord von Schiffen zu den Molukken und anderen Inseln zu gehen.
Nordsulawesi ist ein ein erholsames Refugium mit einem tropischen Ambiente. Die wilde Halbinsel (777 km lang, 103 km breit) wird von sechs erloschenen Vulkanen und gewaltigen Plantagen beherrscht. Die ertragreichen Vulkanböden werfen außerordentlich gute Ertäge ab, und so zählen die Bewohner, die >Minahasa, zu den wohlhabendsten Bürgern Indonesiens. Dieser Volksstamm der Minahasa ist besonders wegehn seienr Gesangs- und Tanzkünste bekannt. Zentrum der Kultur der Minahasa ist die gepflegte Stadt Manado. Hier ist die Bevölkerung am stärksten verwestlicht, und Kirchenglocken ersetzen den Ruf des Imam. Besonderen Anziehungspunkt für die Taucher bilden die Riffe mit spektakulären Abgründen, das klare Wasser und der artenreiche Fischbestand. Aber besonders auch für Gäste, die an fremdländischer Kultur interessiert sind, lohtn der Besuch dieser Region. Eines der interessantesten Merkmale der Minahasa-Kultur sind die für die Verstorbenen errichteten Denkmale. So trifft der Gast auf den Friedhöfen auf spektakuläre Grabmalkonstruktionen in der Form von Lastwagen, Schiffen oder auch Gewürznelken. Trotz ihrer gewaltigen Monumente ist Manado zwar die größte Stadt Nordsulawesis, aber nicht Kulturzentrum. Auf dem Ranotano-Markt kann der Gast noch die Lebnsart der Minahasan beobachten. In der Nähe bei Tondano und Tomohon kann der Gast verschiedene Höhlen erkunden. Die Stadt Gorontolo ist für ihre Krawang.Stickereien berühmt.
Eines der besten indonesischen Tauchreviere liegt zweifellos vor Manado an der Nordküste Sulawesis. An den steilen Korallenwänden der vorgelagerten Inseln findet man tolle Tauchmöglichkeiten. Die Sicht reicht von 20 bis 30 m, die Unterwasserwelt extrem artenreich, und das Wasser hat das ganze Jahr über eine angenehme Temperatur von 28 C.Das Meer bietet hier noch viele Geheimnisse. Erst 1998 wurde vor Manado eine zweite, eigenständige Population der urzeitlichen Quastenflosser entdeckt und 2002 entdeckten die Guides von Froggies eine neue Art von Zwerg-Seepferdchen. Großfische sind auch keine Seltenheit: Haie, Barrakudaschwärme, Thunfische, Napoleonfische und Schildkröten kommen vor. Bei 26 - 30 C warmem Wasser ist ein Tropentauchanzug empfehlenswert, zumal kalte Tiefenströmungen an einigen Tauchplätzen für deutliche Abkühlung sorgen. überdurchschnittlich gut. Seitdem die Ranger der NSWA die Fangverbote konsequent überwachen, hat sich auch der Bestand an Großfischen merklich erholt. Unbedingt sollte man Nachttauchgänge machen. Sie gehören zum Besten, was Tauchen zu bieten hat.
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